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Wer Kommuniongruppen vorbereitet, sieht sich plötzlich mit einer Menge Fragen konfrontiert. Ursula Senninger vom Erzbischöflichen Ordinariat München hat als Referentin für Gemeindekatechese die Fragen und Antworten zusammengetragen, die häufig wiederkehren.
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Verstehen die Kinder überhaupt schon die Eucharistiefeier?
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In der Mitte der Eucharistiefeier bekennen wir ja, dass es ein Geheimnis des Glaubens ist, was wir hier feiern. Ein Geheimnis kann man nicht erklären, aber man kann Türen öffnen zum Erspüren. Es ist das Geheimnis von Liebe und Hingabe. Beide verwandeln die Welt. Jesus ist diesen Weg der Liebe gegangen. Für diese Botschaft sind die Augen, Ohren und Herzen der Kinder sehr offen.
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Müssen die Kinder vorher beichten?
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Das Kirchenrecht sieht vor, dass Kinder, die auf die Erstkommunion vorbereitet werden, vorher auch zum Sakrament der Versöhnung hingeführt werden. Es werden dabei verschiedene Wege versucht.
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Wie geht es nach der Erstkommunion für die Kinder weiter?
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So wie es wichtig ist, schon vor der Erstkommunion auf die Eltern zuzugehen und für ein einladendes Klima zu sorgen, so ist es auch nach der Erstkommunion wichtig, den Weg mit den Kindern weiter zu gehen, z.B. in Ministrantengruppen, Kindergruppen oder Pfadfindergruppen. Auch das Angebot von Kinderbibeltagen gehört dazu.
Erstkommunion ist kein Projekt, das dann Jahre später bei der Firmung seine Fortsetzung findet. Sie ist die Einladung an alle, den Weg des Glaubens zu gehen und sich in der Gottesdienstgemeinde Sonntag für Sonntag mit dem Evangelium und dem Leib Christi zu stärken. Erstkommunion und Firmung sind Wegstationen.
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Warum hält nicht der Pfarrer selber die Erstkommunionstunden?
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Natürlich tragen die Pfarrer die Erstverantwortung für die Vorbereitung der Erstkommunion. Bei dieser Frage geht es um das Verständnis von Pfarrgemeinde. Der Pfarrer ist nicht der „Macher“ einer christlichen Gemeinde, der sich um alles kümmert, alles am besten kann und die Leute brauchen nur die Hände in den Schoß zu legen. Gemeinde geht alle an, die getauft sind. Jede/r hat Begabungen und Fähigkeiten, die er/sie einbringen kann.
Die Glaubensweitergabe an unsere Kinder und Jugendlichen ist den meisten Eltern ein Anliegen und damit wird die Vorbereitung auch eine Aufgabe für die Eltern. Der/die eine traut sich ein bisschen mehr zu und leitet z. B. eine Kommuniongruppe. Eine andere übernimmt dafür vielleicht die Fahrdienste und bringt die Kinder in die Gruppe. Und wieder ein/e andere/r kümmert sich um das leibliche Wohl in der Kommunionstunde. So tragen alle miteinander zum Gelingen einer Gemeinschaft bei.
Auch für die Kinder ist es wichtig zu erleben, dass Kirche eine große Glaubensgemeinschaft ist und dass viele diese Gemeinschaft tragen. Das bedeutet der Begriff „Erst-kommunion“ ja bereits im Wort. „Du gehst den Weg des Glaubens nicht allein“- das hat auch Papst Benedikt bei seinem Besuch in München deutlich gemacht. Das zu erleben ist für die Kinder, aber genauso für Jugendliche und uns Erwachsene enorm wichtig.
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Was sind die Aufgaben von Hauptamtlichen?
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Sie haben die Aufgabe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, diese in ein gutes Konzept einzuführen, Hilfestellungen zu leisten bei theologischen Fragen aber auch ganz praktisch bei Disziplinproblemen. Und ganz wichtig ist es, die entsprechende Wertschätzung den Ehrenamtlichen zu vermitteln.
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Wie gewinnt man Mütter und Väter für die Mitarbeit?
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Im Vorfeld der Vorbereitung müssen bereits Kontakte geknüpft werden und für ein einladendes Klima gesorgt werden. Weniger bewährt hat sich eine direkte Befragung bei Elternabenden. Da fühlen sich Eltern oft überfordert.
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Wo informiere ich mich über theologische Fragen?
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Die erste Anlaufstelle in der Pfarrei ist der Pfarrer bzw. die anderen Seelsorger wie Diakone, PastoralreferentInnen und GemeindereferentInnen. Deren Aufgabe ist es, Fragen und Anliegen kompetent zu beantworten und ihren eigenen Glauben überzeugend einzubringen.
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